Stanz-Abkanter und Plattenlogistik für den Zeitungsdruck

Feste Andruckzeiten, mehrere hundert Platten je Nacht und kein Spielraum für Nacharbeit. Eine NELA-Linie bringt jede Druckplatte sortiert bis an die Rotation.

Druckereien, die mit NELA arbeiten

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In der Zeitungsproduktion gibt der Produktionsplan den Takt vor. Der Redaktionsschluss wandert nach hinten, die Auflagen werden kleiner, die Zahl der Ausgaben und Plattenwechsel steigt. Die Andruckzeit bleibt, wo sie ist.

Die Strecke zwischen Belichtung und Plattenzylinder läuft in einer Linie: Registerstanzen, Abkanten, Transport und Sortierung, gesteuert vom Produktionsplan. Für die Drucker bleibt nur noch der Griff zur Platte am Druckwerk.

Der Drucker erhält die druckfertigen Platten immer

  • zur richtigen Zeit
  • in der richtigen Reihenfolge
  • in der richtigen Qualität
  • am richtigen Ort.

Was die Plattenautomation im Zeitungsdruck leistet

Der Redaktionsschluss verschiebt sich nach hinten, die Andruckzeit bleibt stehen. In diesem Fenster muss die Plattenversorgung durchlaufen.

  • Just in Time an der Rotation

    Die Platten stehen zum geplanten Zeitpunkt an der richtigen Druckeinheit bereit, sortiert nach Produktionsplan und Druckstelle.

  • Registergenau in einem Durchlauf

    Kameraüberwachte Registerstanzung und Abkantung positionieren jede Platte anhand der einbelichteten Passmarken.

  • Lieferung bis zum Leitstand

    Förderstrecken, Aufzüge und Lifte überbrücken Stockwerke und Wanddurchbrüche, ohne dass jemand Platten trägt.

  • Vollständig vor dem Andruck

    Die Vollständigkeitskontrolle zeigt den kompletten Produktionsstatus: welcher Druckjob in welches Fach läuft, welche Plattensätze komplett sind und wo noch Platten fehlen.

Fokuspunkt 01 · Software & Sensorik

Barcode

Jede Platte trägt ihre Auftragsdaten.

Barcodes werden für verschiedene Anwendungen benötigt, z.B. zur Plattensortierung, zum PageTracking oder für die automatische Messung der Plattenqualität mit NELA PQM+. Dafür müssen sie die für die Anwendung benötigte Information enthalten und im nicht druckenden Bereich der Druckplatten einbelichtet werden

Wie sähe die Automation in Ihrer Zeitungsdruckerei aus?

Wir sehen uns Belichtung, Rotation und Produktionsplan an und schlagen eine Ausbaustufe vor, die zu Ihrem Plattenvolumen passt.

Die Situation in der Zeitungsdruckerei

Was Zeitungsdruckereien in der Plattenherstellung heute beschäftigt.

Nachtschicht mit festem Ende

Der Redaktionsschluss verschiebt sich nach hinten, die Andruckzeit bleibt. In einem immer kürzeren Fenster müssen alle Platten belichtet, gestanzt, abgekantet, sortiert und an der Rotation sein.

Kleinere Auflagen, mehr Wechsel

Sinkende Auflagen bedeuten nicht weniger Platten. Mehr Titel, mehr Ausgaben und stärkere Regionalisierung führen zu mehr Plattenwechseln je Nacht.

Konzentration auf weniger Druckorte

Werden Titel an einem Standort zusammengelegt, steigt die Auslastung der Rotation und mit ihr der Zeitdruck in der Druckvorstufe.

Besetzung in der Nacht

Schichten in der Vorstufe sind schwer zu besetzen. Fällt jemand aus, darf die Plattenversorgung trotzdem nicht ins Stocken geraten.

Von der Belichtung bis zum Andruck

Sechs Stationen zwischen Belichter und Andruck. Fünf laufen ohne Personal.

  1. Belichtung und Barcode

    Jede Platte erhält im Randbereich einen einbelichteten Barcode mit den relevanten Sortierinformationen, z.B. Ausgabe und Druckstelle. Damit ist sie im weiteren Ablauf eindeutig identifizierbar.

  2. Registerstanzen und Abkanten

    Kameras erfassen die einbelichteten Registermarken. Die Platte wird registergenau positioniert, gestanzt und abgekantet und danach schonend weitertransportiert.

  3. Plattentransport

    Förderstrecken bringen die Platten zum Sorter. Drehstationen, Klappelemente für Durchgänge und Förderelemente für Wanddurchbrüche werden auf das Gebäude abgestimmt.

  4. Sortierung nach Produktionsplan

    Der Sorter legt jede Platte in das Fach, das zu Druckturm, Zylinder und Zone gehört. Frei werdende Fächer lassen sich dem nächsten Druckauftrag dynamisch zuweisen.

  5. Weg auf die Rotationsebene

    Auf Wunsch bringen Plattenaufzüge und Lifte vollständige Plattensätze auf die obere Galerie, wo sie für den Plattenwechsel bereitstehen.

  6. Plattenwechsel

    Als manueller Schritt bleibt nur noch das Einhängen der vorsortierten Druckplatten am Druckzylinder. Den Status der Plattenproduktion lesen die Drucker an Bildschirmen an der Rotation ab.

Nicht nur Zahlen, sondern gelebte Praxis.

1.300

Druckplatten je Produktionsnacht

L’Est Républicain in Nancy, verteilt auf 15 bis 20 Plattenwechsel je Nacht

156

Stapelfächer im Plattensorter

Ausgelegt für die Platten von zwei aufeinanderfolgenden Ausgaben

3

Jahre bis zur Amortisation

Einschätzung des technischen Direktors am Druckstandort Nancy

Systeme für den Zeitungsdruck

Die Bausteine lassen sich einzeln einsetzen und schrittweise zu einer durchgehenden Linie ausbauen.

VCPevolution

Registerstanz- und Abkantsystem für einfach- und doppeltbreite Offsetdruckplatten, inline an jede CtP-Anlage anbindbar. Verschiedene Modellvarianten decken unterschiedliche Formate, Biegeradien und Biegewinkel ab.

VCPevolution HS

Die Hochgeschwindigkeitsvariante verarbeitet bis zu 400 Platten je Stunde, abhängig von Maschinentyp und Ausstattung, und arbeitet Registerstanzung und Abkantung in zwei Arbeitsschritten ab.

Plattentransport

Förderstrecken, Drehstationen, Plattenaufzüge und Lifte für flache und gebogene Platten, ausgelegt auf Ihr Plattenformat und Ihre Gebäudesituation.

Plattensortierung

Sortierstapler legen die Platten nach Druckturm, Zylinder oder Produkt ab. Bei Bedarf werden alle Platten eines Druckzylinders in einem Fach zusammengefasst.

Ecobender

Vollautomatisches Registerstanz- und Abkantsystem für einfach- und doppeltbreite Offsetdruckplatten, inline an jede CtP-Anlage anbindbar. Bis zu 200 Platten je Stunde, ausgelegt auf kleine und mittlere Zeitungsdruckereien.

Vollständigkeitskontrolle

Ist- und Sollzähler je Druckauftrag zeigen, welche Plattensätze komplett sind, in welchem Wagen sie liegen und wo noch Platten fehlen. Die Anzeige läuft über den Bildschirm am Sorter, sodass Lücken vor dem Andruck auffallen und nicht erst an der Druckmaschine.

Software und Prozesssicherung

Die Steuerung entscheidet, wie viel Automation aus der Anlage wird. Alle Funktionen lassen sich in Ausbaustufen einführen.

Plattensortierung mit NPS und NPS smart

Die Sortierkriterien kommen aus dem Barcode oder direkt aus dem vorgelagerten Workflow. NPS sortiert statisch nach Produkt, Farbe oder Druckstelle, NPS smart druckstellenorientiert in Bahnhöfen. Fächer lassen sich fest belegen oder dynamisch vergeben, was Stapelfächer und Stellfläche spart.

Automatischer Belichtungsstart

Sobald im Sorter genug Fächer für den nächsten Job frei sind, kann die Belichtung automatisch angestoßen werden.

Vollständigkeitskontrolle und Visualisierung

Das System führt Ist- und Sollzähler für Single- und Panoramaplatten je Fach und meldet, welche Platten noch fehlen. Die Fachvergabe ist auf einem Großbildschirm am Sorter sichtbar.

Anbindung an den CtP-Workflow

Die Sortierinformation wird für jede Platte aus dem vorgelagerten System übernommen. Änderungen am Produktionsplan kommen damit ohne Umweg in der Anlage an. Umgekehrt meldet die Anlage jede angekommene Platte an den Workflow zurück. Dort ist damit bekannt, welche Plattensätze vollständig sind.

StatusCenter

Statusänderungen und Störungen erscheinen im Klartext an der Bedienkonsole und lassen sich auch remote abrufen.

Page Tracking

Über den einbelichteten Barcode bleibt nachvollziehbar, welche Seite wann produziert wurde. Zu jedem Zeitpunkt lässt sich feststellen, ob sich eine Platte auf der Förderstrecke, im Stanz- und Abkantsystem oder im Plattensorter befindet.

Alle Systeme für die Druckvorstufe im Überblick

Registerstanz- und Abkantsysteme, Plattenspeicher, Sortierstapler, Fördertechnik und Plattenaufzüge. NELA plant, konstruiert, programmiert und montiert im eigenen Haus und begleitet die Anlage über ihren gesamten Lebenszyklus.

Wie viele Platten und wie viele Wechsel pro Nacht?

Mit Plattenzahl, Zahl der Ausgaben und Andruckzeit rechnen wir Ihnen durch, welche Konfiguration am besten passt.