Plattenlogistik für Online- und Flyerdruckereien

Hohe Plattenvolumen, viele Kurzläufer und Rüstzeiten, die im Sekundenbereich geplant sind. Eine NELA-Linie hält die Plattenversorgung im Takt der Belichtung.

Druckereien, die mit NELA arbeiten

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Online- und Flyerdruckereien produzieren industriell durchgetaktet, oft an spezialisierten Standorten und mit langfristiger Investitionsplanung. Die Linie nimmt den Ausstoß mehrerer CtP-Anlagen auf, kantet ab, sortiert nach Druckmaschine und stellt vollständige Plattensätze in der Einhängereihenfolge bereit.

Der Engpass sitzt selten in der Druckmaschine. Er sitzt in allem, was zwischen Belichtung und Druckwerk von Hand passiert.

Was die Plattenautomation im Onlinedruck leistet

Bei 210 Platten in der Stunde entsteht der Engpass hinter der Belichtung, bei allem, was danach von Hand passiert.

  • Ausstoß mehrerer CtP-Linien

    Das Abkantsystem wird inline an mehrere Belichter angebunden und verarbeitet deren Plattenausstoß ohne Zwischenstapel.

  • Ein Fach je Druckmaschine

    Jedes Sorterfach ist einer Druckmaschine zugewiesen und verfügt über einen Plattenwagen für den direkten Transport.

  • Sortierprofile selbst anlegen

    Für unterschiedliche Maschinenbelegungen legt das Bedienpersonal eigene Sortierprogramme an und wählt sie situativ aus.

  • Anbindung an Workflow und MIS

    Sortierkriterien kommen direkt aus dem vorgelagerten System, damit Umplanungen ohne manuellen Eingriff ankommen.

Wie viele Platten laufen bei Ihnen pro Monat durch?

Wir rechnen mit Ihnen durch, welche Ausbaustufe zu Ihrem Plattenvolumen und Ihrer Zahl an Druckmaschinen passt.

Die Situation im Online- und Flyerdruck

Vier Engpässe treten auf, sobald das Plattenvolumen schneller wächst als das Personal.

Plattenvolumen wächst schneller als das Personal

Neue Druckmaschinen und neue Belichter erhöhen den Durchsatz. Mit herkömmlichen, überwiegend manuellen Hilfsmitteln lässt sich dieser Ausstoß nicht mehr pünktlich verarbeiten.

Sehr viele Plattenwechsel je Tag

Bei vielen kurzen Aufträgen sind Plattenwechsel im zweistelligen Bereich je Maschine und Tag normal. Jede Verzögerung in der Vorstufe schlägt direkt auf die Rüstzeit durch.

Platten mehrfach in der Hand

Wird jede Platte mehrfach angefasst, steigt das Risiko für Kratzer und andere Beschädigungen. Neubelichtungen kosten Zeit, Material und Maschinenverfügbarkeit.

Änderungen in der Maschinenbelegung

Die Zuordnung von Aufträgen zu Maschinen ändert sich kurzfristig. Die Plattenlogistik muss das mitmachen, ohne dass jemand Plattensätze umsortiert.

Von der Belichtung bis ins Druckwerk

Von der Belichtung bis in den Plattenwagen läuft die Platte ohne Zwischenstapel.

  1. Belichtung mit Codierung

    Die Platten erhalten einen Datamatrix- oder Barcode mit den Informationen, die die Anlage für Identifikation und Sortierung braucht.

  2. Identifikation vor der Abkantung

    Vor dem Abkanten wird jede Platte gelesen. Das System weiß damit, für welche Druckmaschine und welches Sorterfach sie bestimmt ist.

  3. Registerstanzen und Abkanten

    Das Abkantsystem verarbeitet den Ausstoß der angebundenen CtP-Linien und bringt die vom Druckmaschinenhersteller geforderte Biegung ein.

  4. Sortierung nach Druckmaschine

    Die Platten werden nach Druckjobs zusammengefasst und in der für das Einhängen benötigten Reihenfolge im Plattenwagen abgelegt.

  5. Pufferung im Plattenspeicher

    Optional werden druckfertige Plattensätze einzeln eingelagert und erst kurz vor Druckbeginn abgerufen. Das entkoppelt Belichtung und Drucksaal.

  6. Transport an die Druckmaschine

    Der Plattenwagen wird abgekoppelt und zur Maschine gefahren. Als manueller Schritt bleibt das Einhängen im Farbwerk.

Zahlen aus einer realisierten Anlage bei einem der größten Onlinedrucker Frankreichs.

40.000

Druckplatten je Monat

Exaprint in Mauguio nach der Automatisierung, zuvor rund 28.000

210

Druckplatten je Stunde

Ausstoß der drei angebundenen CtP-Linien, den die Anlage inline verarbeitet

1

verbleibender manueller Arbeitsschritt

Zuvor wurde bei Exaprint jede Platte bis zu fünfmal in die Hand genommen

Systeme für den Online- und Flyerdruck

Die Bausteine lassen sich einzeln einsetzen und schrittweise zu einer durchgehenden Linie ausbauen.

SF-Bender

Abkantgerät für Bogendruckereien, inline an jede CtP-Anlage anbindbar. Mehrere Plattenformate bei gleichem Biegewinkel sind möglich, eine zweite Biegekonfiguration ist optional integrierbar.

Plattensortierung

Sortierstapler mit einem Plattenwagen je Fach, statisch oder dynamisch belegt, bei Bedarf mit mehreren getrennten Stapeln in einem Wagen.

Plate Manager

Plattenspeicher mit einzelnen Slots je Platte. Vollständige Plattensätze werden gepuffert und auftragsbezogen in der benötigten Reihenfolge ausgelagert.

Vertikalstapler

Ablage mit der Abkantung zur Seite und Versatz zwischen den Plattensätzen. Das erleichtert die Entnahme einzelner Sätze bei kurzfristigen Änderungen.

Großformat-Handling

Für große Plattenformate stehen angepasste Stapler und Transportlösungen zur Verfügung, die manuelles Tragen vermeiden.

Software und Prozesssicherung

Bei hohem Durchsatz entscheidet die Steuerung darüber, ob die Anlage mitläuft oder bremst.

Sortierung mit PSC und PSC smart

Für unterschiedliche Produktionssituationen lassen sich eigene Sortierprogramme anlegen, speichern und im laufenden Betrieb wechseln. Jedem Plattenwagen lassen sich eine Druckmaschine und eine maximale Plattenzahl zuweisen.

Mehrere Stapel je Wagen

Ein zusätzliches Merkmal im Code entscheidet, auf welchen Stapel eine Platte gelegt wird. Versionen eines Auftrags bleiben im selben Wagen getrennt.

Vollständigkeitskontrolle und SorterView+

Ein Bildschirm über dem Sorter zeigt, welche Druckjobs komplett sind, in welchem Wagen sie liegen und wo noch Platten fehlen. Die Wagenbelegungs-Anzeige SorterView+ macht das jederzeit für den Drucker sichtbar.

Wagentracking und Jobticket

Alle Plattenwagen sind codiert und eindeutig identifizierbar, auch wenn sie nicht am Sorter angedockt sind. Ist ein Wagen voll belegt, druckt die Anlage automatisch ein Jobticket mit seinem Inhalt.

Kennzeichnung per Inkjet

Der Codeinhalt kann zusätzlich auf die Platte gedruckt werden, damit sich Platten auch ohne digitale Anzeige zuordnen lassen.

Anbindung an Workflow und MIS

Sortierkriterien werden für jede Platte aus dem vorgelagerten System übernommen. Änderungen an der Maschinenbelegung kommen ohne Umweg in der Anlage an.

Page Tracking

Zu jedem Zeitpunkt lässt sich feststellen, ob sich eine bestimmte Platte auf der Förderstrecke, im Stanz- und Abkantsystem oder im Plattensorter befindet.

Plattenqualität messen mit PQM+

Über einen mitbelichteten Messkeil werden Belichtungs- und Entwicklungsqualität jeder Platte automatisch gemessen. Abweichungen fallen vor dem Andruck auf.

Die Software hinter der Plattenlogistik

Sortierung, Vollständigkeitskontrolle, Qualitätsmessung und die Anbindung an Workflow, MIS und Leitstand entwickelt NELA im eigenen Haus. Dadurch lassen sich Sortierkriterien, Ausbaustufen und Schnittstellen an Ihre Produktion anpassen, statt Ihre Produktion an die Software.

Alle Systeme für die Druckvorstufe im Überblick

Registerstanz- und Abkantsysteme, Plattenspeicher, Sortierstapler, Fördertechnik und Plattenaufzüge. NELA plant, konstruiert, programmiert und montiert im eigenen Haus und begleitet die Anlage über ihren gesamten Lebenszyklus.

Wie viele Platten laufen bei Ihnen im Monat durch?

Mit dieser Zahl und der Anzahl Ihrer CtP-Anlagen schlagen wir die passende Ausbaustufe vor.