400 druckfertige Platten im Speicher: L’Imprimeur Simon produziert rund um die Uhr
Mit der Investition in eine neue 8-Farben-Druckmaschine hat die französische Druckerei auch ihre Druckvorstufe automatisiert. Ein NELA PlateManager nimmt belichtete und gebogene Druckplatten auf und gibt den passenden Plattensatz kurz vor Druckbeginn frei. Von Hand sortiert wird dort nichts mehr.
Umsortieren von Hand bremste den Betrieb rund um die Uhr.
L’Imprimeur Simon druckt in der Nähe von Besançon hochwertige Fotobücher und Magazine, als Familienbetrieb seit 1909. Mit der zweiten Heidelberg XL 106, der neuen mit acht Farbwerken, stieg der Bedarf an Druckplatten. Damit beide Maschinen ihr Potenzial ausspielen, musste die Druckvorstufe schneller und effizienter werden. Das stand für die Geschäftsführer Antoine und François Simon von Anfang an fest.
Den Kontakt zu NELA stellte Heidelberg France her. Im ersten Gespräch ging es um die Inline-Abkantung der Druckplatten für beide Maschinen. Dabei kam ein anderer Engpass zum Vorschein: Im Betrieb rund um die Uhr änderte sich der Produktionsplan regelmäßig, und jede Änderung bedeutete, fertige Plattensätze von Hand umzusortieren.
Weil Platten für mehrere Druckaufträge gleichzeitig bereitlagen, zog sich diese Arbeit hin. Jeder Griff an eine Platte war außerdem ein Risiko. Verkratzte oder beschädigte Platten mussten erneut belichtet werden und belegten am Belichter Kapazität, die dem nächsten Auftrag fehlte.
Das Ziel: die manuelle Sortierung der belichteten Druckplatten abschaffen.



Wie oft wird bei Ihnen ein fertiger Plattensatz von Hand umsortiert?
Schicken Sie uns Ihre Eckdaten zu Plattenvolumen und Druckmaschinen. Wir melden uns mit einer ersten Einschätzung, welche Speichergröße zu Ihrer Produktion passt.
Ein eigenes Fach je Platte, der nächste Satz in drei Minuten
Ein Besuch bei Krüger Druck im saarländischen Merzig, wo seit 2020 eine solche Anlage in Betrieb ist, gab den Ausschlag für den NELA PlateManager. Der Speicher nimmt belichtete und gebogene, also druckfertige Offsetplatten auf und gibt sie erst kurz vor Druckbeginn wieder heraus. Einlagern, Zuordnen und Auslagern laufen ohne Handgriff am Plattenstapel.
Jede Platte in ihrem eigenen Fach
Im PlateManager liegt jede Druckplatte einzeln. Sie berührt keine zweite Platte, Kratzer und Beschädigungen durch das Zwischenlagern entfallen damit. Für L’Imprimeur Simon hat NELA den Speicher mit 400 Plätzen ausgelegt.
Datamatrix-Code statt Suchen
Vor der Einlagerung liest die Anlage den aufbelichteten Datamatrix-Code jeder Platte. Der Speicher weiß dadurch, welche Platte in welchem Fach liegt und zu welchem Druckauftrag sie gehört. Am Terminal ist abzulesen, welche Plattensätze vollständig sind und wo noch Platten fehlen.
Abruf zwischen den Leitständen
Den nächsten Plattensatz ruft der Drucker am PlateManager ab oder an einem Terminal, das zwischen den beiden Leitständen der Druckmaschinen steht. Die Platten verlassen die Fächer in der Reihenfolge, die die Druckmaschine vorgibt. Weil der Codeinhalt als Klartext auf der Rückseite steht, ist jede Platte auch ohne Anzeige zuzuordnen.
Vertikal gestapelt, bis zu 72 Platten je Trolley
Außerhalb des Speichers legt ein Plattenstapler die Platten in Trolleys ab, auf Wunsch von L’Imprimeur Simon vertikal mit der Abkantung zur Seite. Zwischen den Plattensätzen liegt ein Versatz, der die Entnahme erleichtert. So fasst ein Trolley bis zu 72 Druckplatten.



Was der Plattenspeicher im Betrieb verändert hat
400
Plätze im Plattenspeicher
Belichtete und gebogene Druckplatten, abrufbar für mehrere Druckaufträge gleichzeitig.
3
Minuten bis zum nächsten Plattensatz
Ändert sich der Produktionsplan, lagert die Anlage einen anderen Satz aus.
72
Druckplatten je Trolley
Vertikale Ablage mit Versatz zwischen den Plattensätzen erhöht die Kapazität.
25 %
weniger Aufwand in der Druckvorbereitung
Ein Mitarbeiter konnte vollständig andere Aufgaben übernehmen.
Kurzfristige Änderungen am Produktionsplan lösen bei L’Imprimeur Simon keine Sortierarbeit mehr aus. Ein anderer Plattensatz ist innerhalb von drei Minuten ausgelagert und steht im Trolley an der Druckmaschine.
Die Plattenherstellung läuft vollautomatisch. Eigenes Personal wird nur noch zum Beladen des Loaders am neuen Heidelberg Suprasetter gebraucht, und die Drucker fassen eine Platte nur noch beim Einhängen an. In der Druckvorbereitung ist der Arbeitsaufwand um 25 % gesunken.
„Wir benötigen heute kein Personal mehr für die Belichtung und Bereitstellung der Druckplatten. Die Drucker rufen den nächsten Druckauftrag ab und holen sich die Plattentrolleys am Stapler.“
Antoine und François Simon, Geschäftsführer, L’Imprimeur Simon
Speichergröße und Anbindung richten sich nach dem Bedarf.
Den PlateManager für L’Imprimeur Simon hat NELA mit 400 Plätzen konzipiert, damit die Produktion rund um die Uhr versorgt ist. „Die Speicherkapazität des PlateManagers wird immer auf den Bedarf des Kunden angepasst,“ so Projektleiter Hubert Boxberger von NELA. „Das Maschinenkonzept ist flexibel und ermöglicht unterschiedliche Wege der Anbindung und Sortierung.“
Für die Anlage übernimmt NELA Wartung und Service, auf Wunsch über die Fernwartung. Bei L’Imprimeur Simon fällt das Fazit nach den ersten Monaten so aus: „Das System ist bedienerfreundlich und zuverlässig und führt zu deutlich verbesserten Arbeitsbedingungen für unserer Drucker, die die Druckplatten heute nur noch zum Einhängen in die Druckmaschine anfassen müssen. Und die neu hinzu gewonnene Flexibilität in der Produktion können wir direkt an unsere Kunden weitergeben!“
Nachgefragt bei Antoine und François Simon
Unser oberstes Ziel war es, die manuelle Sortierung der belichteten Druckplatten abzuschaffen. Für unsere 24-Stunden Produktion mit unterschiedlich langen Läufen ist es wichtig, dass die Druckplatten für die nächsten Jobs fertig sind und schon in der richtigen Reihenfolge für die Druckmaschine bereitstehen. Wir wollten über diesen Arbeitsschritt überhaupt nicht mehr nachdenken müssen. Mit dem PlateManager haben wir eine Möglichkeit gefunden, immer Platten für mehrere Jobs vorrätig zu haben. Und wir können flexibel entscheiden, welcher Job als nächstes dran ist.
Alle Abläufe, die mit der Bereitstellung der Druckplatten zusammenhängen, sind viel schneller und reibungsloser geworden. Unsere Drucker können völlig autonom die Platten abrufen, es gibt weniger Reibungspunkte mit der Vorstufe. Jede Platte wird nur noch einmal angefasst, und zwar beim Einhängen. Auch hier gewinnen wir Zeit, die Arbeitsabläufe sind für unser Personal einfacher und komfortabler. Insgesamt hat sich der Arbeitsaufwand in der Druckvorbereitung um 25% reduziert, so dass wir einen Mitarbeiter komplett mit anderen Aufgaben betrauen konnten.
Eingesetzte Systeme und passende Leistungen
Plattenautomation mit Plate On Demand
Der NELA PlateManager speichert druckfertige Platten und gibt sie auftragsweise in der Reihenfolge der Druckmaschine frei. Die Speichergröße wird je Druckerei ausgelegt.
Registerstanz- und Abkantsysteme
Belichten, Stanzen und Abkanten laufen vor der Einlagerung. Abkantsysteme lassen sich in-line an den CTP-Belichter anbinden.
Service und Fernwartung
Wartungspakete, Fernwartung und weltweiter Service für die Anlagen der Plattenlogistik.
Weitere Referenzen
Druckereien im Bogen-, Rollen- und Zeitungsdruck, die ihre Plattenlogistik mit NELA automatisiert haben.
Wie viele druckfertige Platten müssten bei Ihnen im Speicher liegen?
Schicken Sie uns Ihre Eckdaten zu Plattenformaten und Auflagenstruktur. Wir melden uns mit einem Vorschlag, wie ein Plattenspeicher für Ihre Produktion ausgelegt wäre.