Automatische optische Geometrieprüfung
Ein Bauteil, das um 8 µm zu groß ist, lässt sich nicht fügen. Ein Bauteil, das um 8 µm zu klein ist, hält im Betrieb nicht. NELA baut die Anlage, die die bemaßten Merkmale inline an jedem Teil misst und mit Ihrer Zeichnungsvorgaben vergleicht.
Gemessen wird gegen Ihre Zeichnung
Aus dem Prüfprogramm kommt ein Messwert in µm, den Sie direkt in ein Prüfprotokoll übernehmen können. Bei einer Reklamation diskutieren Sie damit über Zahlen und nicht über die Einschätzung eines Prüfers.
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± 1 µm
Wiederholgenauigkeit ab einem Mikrometer, deutlich innerhalb üblicher Zeichnungstoleranzen.
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100.000 Teile pro Stunde
Gemessen wird im Produktionstakt, ohne Nebenzeit und ohne Unterbrechung der Fertigung.
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100 % dokumentiert
Jeder Messwert wird erfasst, statistisch ausgewertet und normkonform abgelegt.
Automatisierte Geometrieprüfung: Präzision nach Zeichnung
Maßabweichungen entscheiden, unabhängig davon, wie komplex ein Bauteil ist, über Funktion und Sicherheit. Die automatische Geometrieprüfung erfasst relevante Abmessungen präzise und vergleicht sie direkt mit den Vorgaben aus der technischen Zeichnung. Das Ergebnis sind eindeutige Messwerte, die reproduzierbar Qualität belegen und eine verlässliche Bewertung jedes einzelnen Teils ermöglichen.
Metallverarbeitung
Präzises Messen für Dreh-, Fräs- und Stanzteile
In der Metallverarbeitung treffen enge Toleranzen auf hohe Stückzahlen. Die Geometrieprüfung sorgt dafür, dass Dreh-, Fräs- und Stanzprozesse stabil überwacht und Abweichungen frühzeitig erkannt werden.
Ovalität und Unrundheit fallen meist erst beim Fügen auf. Telezentrische Optik bildet die Kante unabhängig von der Teilelage immer gleich groß ab, deshalb ist der Messwert über die ganze Serie vergleichbar.
Höhen und Längen werden ohne Antasten erfasst, Teil für Teil. Läuft ein Werkzeug warm, sehen Sie die Drift im Verlauf der Messwerte und können nachstellen, bevor die Toleranz kippt.
Ebenheit, Rechtwinkligkeit und Koaxialität hängen an der Bezugsebene. Die wird im Prüfprogramm festgelegt und bleibt über die Serie gleich, damit Ihre Werte auch nach einem Chargenwechsel vergleichbar sind.
An Verbindungselementen zählt, ob sich das Teil fügen lässt: Gewindemaß, Kopfhöhe, Schlüsselweite. Für jedes dieser Merkmale liefert das Prüfprogramm einen Zahlenwert.
Elastomere
Geometrieprüfung bei flexiblen Materialien
Elastomerteile wie O-Ringe oder Dichtungen sind formbar, nachgiebig und reagieren sensibel auf Handhabung und Belastung. Die automatische Geometrieprüfung stellt sicher, dass relevante Abmessungen trotz dieser Materialeigenschaften zuverlässig erfasst und innerhalb der vorgegebenen Toleranzen bewertet werden.
Bei einem O-Ring entscheiden Schnurstärke und Innendurchmesser über die Dichtfunktion. Beide werden optisch gemessen, ohne den Ring zu drücken, deshalb passt der Wert zum entlasteten Zustand.
Ein weiches Teil verändert sein Maß, sobald ein Taster darauf drückt. Höhe und Kontur werden deshalb berührungslos erfasst, auch bei instabilen Teilen.
Versatz und ungleichmäßige Konturen bleiben erkennbar, auch wenn sich der Ring in der Zuführung leicht verformt. Bewertet wird gegen die Sollgeometrie aus Ihrer Zeichnung.
Kunststoffe
Zuverlässige Geometrie bei funktionalen Anforderungen
Kunststoffteile stellen besondere Anforderungen an die Geometrieprüfung, da Materialeigenschaften wie Transparenz, Reflexion oder Flexibilität das optische Messen beeinflussen können. Die automatische Geometrieprüfung erfasst relevante Abmessungen präzise und stellt sicher, dass Kunststoff-Serienteile innerhalb definierter Toleranzen liegen.
Bei Kunststoffteilen entscheidet die Öffnung über die Passung. Durchlicht macht die Kante auch bei transparenten Werkstoffen auswertbar, sodass Innen- und Außenmaße sicher gegen die Zeichnung laufen.
Ein leichtes Kunststoffteil lässt sich kaum spannen, ohne es zu verändern. Wandstärke, Materialdicke und Höhe werden deshalb optisch bestimmt, im laufenden Takt.
An Spritzgussteilen verläuft die Kontur selten in einer Ebene. Aufnahmen aus mehreren Blickwinkeln setzen sie zusammen, bevor das System sie mit der Zeichnung vergleicht.
Rundheit und Konzentrizität ändern sich bei Kunststoff mit Werkzeugtemperatur und Zykluszeit. Über die Serie gemessen entsteht daraus ein Trend, an dem Sie im Prozess nachstellen können.
Sinterteile
Geometrieprüfung bei porösem und brüchigem Material
Die Geometrieprüfung von Sinterteilen ermöglicht eine sichere Bewertung maßgeblicher Abmessungen und Konturen, ohne zulässige Porosität fälschlich als Fehler zu interpretieren. So werden Fehlbewertungen, unnötiger Ausschuss und spätere Funktionsprobleme vermieden.
Die schwierige Aufgabe bei Sinterteilen ist die Abgrenzung zwischen zulässiger Porosität und echter Formabweichung. Shape-from-Shading bewertet dafür die Tiefe der Struktur.
Ein Sinterteil kann in der Prüfung selbst Schaden nehmen. Zuführung und Ausschleusung werden deshalb auf sprödes Material ausgelegt, auch bei hohen Stückzahlen.
Kanten und Übergänge sind bei Sinterteilen die kritischen Stellen. Dort bricht Material aus, und dort beginnt der Verzug, der später die Passform kostet.
Nach dem Kalibrieren oder Schleifen weicht die Außenfläche wieder ab. Geprüft wird deshalb der Zustand nach der Nachbearbeitung.
Elektronische Komponenten & Verbinder
Maßhaltigkeit für sichere Verbindungen
Durch die Geometrieprüfung wird sichergestellt, dass elektronische Bauteile montagefähig sind und zuverlässig in automatisierten Fertigungsprozessen verarbeitet werden können.
Ein Pin, der um Zehntelmillimeter versetzt sitzt, verhindert die Kontaktierung in der Baugruppe. Position und Maß werden in einer Aufnahme geprüft.
Fehlt ein Bauteil, ist die Platine nach dem Löten kaum noch wirtschaftlich zu retten. Vollständigkeit und Platzierung werden deshalb vor dem Lötprozess geprüft.
Ab etwa 1 mm Teilegröße entscheidet die Zuführung über das Messergebnis. Für Mikroteile übernimmt ein angepasstes Handling die Positionierung.
Bei Hybridteilen treffen Metall und Kunststoff in einem Bild aufeinander, mit zwei sehr unterschiedlichen Reflexionsverhalten. Mehrere Ansichten mit eigener Beleuchtung lösen das auf.
Komplexe Geometrie? Beherrschbar.
Enge Toleranzen und hohe Stückzahlen gleichzeitig sind eine Frage der Auslegung. Schicken Sie uns Zeichnung und Muster, dann sagen wir Ihnen, welches System das trägt.
Typische Prüfmerkmale in der Geometrieprüfung
Was auf Ihrer Zeichnung bemaßt ist, lässt sich in den meisten Fällen inline messen. Diese Merkmale prüfen NELA-Anlagen heute im Serieneinsatz:
Präzises Messen für stabile Qualität
Manuelle Messungen und Stichproben reichen bei heutigen Toleranzen, Stückzahlen und Haftungsanforderungen nicht mehr aus. Die automatisierte Geometrieprüfung ist deshalb keine rein technische Maßnahme, sondern eine strategische Entscheidung für stabile Prozesse, verlässliche Qualität und langfristiges Vertrauen.
100 %-Prüfung und Prozesssicherheit
Geometrie duldet keine Ausnahmen.
Jedes Bauteil wird vollständig, objektiv und reproduzierbar vermessen. Automatisierte Geometrieprüfsysteme von NELA eliminieren menschliche Einflussfaktoren und stellen sicher, dass nur maßhaltige Teile in den weiteren Prozess gelangen. Das reduziert Schlupf, verhindert Folgeschäden und schafft echte Prozesssicherheit.
Wirtschaftlichkeit ohne Toleranzkompromisse
Präzision, die sich rechnet.
Hohe Durchsätze, kurze Taktzeiten und stabile Messergebnisse sorgen dafür, dass Geometrieprüfung auch bei anspruchsvollen Anforderungen wirtschaftlich bleibt. Pseudoausschuss wird minimiert, Nacharbeit vermieden und Material effizient genutzt.
Nachweisbare Qualität, belastbare Entscheidungen
Messen statt schätzen. Wissen statt hoffen.
Alle Messergebnisse werden automatisch dokumentiert und sind jederzeit nachvollziehbar. Die Geometrieprüfung liefert belastbare Daten für interne Prozessoptimierung ebenso wie für Audits, Kundenanforderungen und Normnachweise. Qualität wird mess- und belegbar.
Schutz von Marke, Produkt & Endanwender
Fehler und deren Konsequenzen vermeiden.
Geometrische Abweichungen sind oft unsichtbar, ihre Folgen jedoch gravierend. Die automatische Geometrieprüfung erkennt kritische Abweichungen frühzeitig und verhindert, dass fehlerhafte Bauteile in Baugruppen oder Endprodukte gelangen. Das schützt nicht nur Funktionen und Anwender, sondern auch Image, Marke und Vertrauen.
Unsere Technologien für präzise Geometrieprüfung
Je nach Bauteil, Material und Toleranzanforderung arbeiten wir mit spezialisierten Mess- und Sensortechnologien. Sie sind exakt darauf ausgelegt, dimensionale Abmaße zuverlässig und reproduzierbar unter realen Produktionsbedingungen gegen technische Zeichnungen zu verifizieren.
Die Software dahinter: NELA VisionCheck
Jede Prüfentscheidung wird automatisch protokolliert: mit Bild, Messwerten, Fehlerklasse, Zeitstempel und Maschinen-ID. VisionCheck erlaubt den Aufbau individueller Prüfprogramme und reduziert Pseudoausschuss durch adaptive Oberflächenalgorithmen. So entsteht eine lückenlose Qualitätsdokumentation, die Audits standhält und die Rückverfolgbarkeit in der Lieferkette sicherstellt.
Auf Wunsch wird NELA VisionCheck durch ein leistungsstarkes KI-Modul ergänzt, welches Ihre Prüfung noch effizienter und flexibler macht.

Die passende Anlage für präzise Geometrieprüfung
Ob enge Toleranzen, hohe Stückzahlen oder komplexe Bauteilgeometrien: Wir entwickeln modulare Geometrieprüfsysteme, die präzises Messen zuverlässig in bestehende Produktionsprozesse integrieren.

Glastellersystem (TAVI)
Ideal, wenn Sie sehr hohe Prüfanforderungen haben und dabei extrem stabil und sehr schnell prüfen wollen.

Glasrutschensysteme (SKIVI)
Ideal für die optische Inspektion von länglichen, zylindrischen Serienteilen, die kontinuierlich geprüft und zuverlässig sortiert werden müssen.

Getaktete Systeme, Handlingsysteme (ROVI)
Für komplexe Teile, besonders anspruchsvolle Prüfstellen oder Situationen, in denen das Bauteil gezielt positioniert oder sogar verformt werden muss (z. B. elastische Teile).

Smart Sensorik
Die kompakten Sensoreinheiten aus Kamera und abgestimmter Beleuchtung lassen sich über gängige Standardschnittstellen in Ihr System integrieren und liefern sofort verwertbare Prüfergebnisse.

VisionCheck
VisionCheck ermöglicht den Aufbau individueller Prüfprogramme, reduziert Pseudoausschuss durch adaptive Oberflächenalgorithmen und integriert sich nahtlos in bestehende optische Prüfanlagen.

VisionCheckAI
Die VisionCheck.AI ergänzt klassische Bildverarbeitung um eine leistungsstarke KI-Komponente, erkennt feinste Defekte zuverlässig und lässt sich ohne Programmierkenntnisse für neue Bauteile einlernen.
Bringen Sie Ihre Zeichnung mit.
Wir gehen die bemaßten Merkmale durch und markieren, was sich inline messen lässt, mit welcher Genauigkeit und in welchem Takt. Daraus wird der Vorschlag für Ihre Anlage.