Mantelflächen­prüfung: 360 Grad in einem Bild

Bauteile mit Schlitzen, Rillen, Bohrungen oder Einkerbungen sind an der Mantelfläche schwer zu prüfen, weil gewollte Merkmale leicht als Fehler gewertet werden. Die Abwicklung in der Bildverarbeitungssoftware VisionCheck setzt die Einzelbilder eines Mantelflächensensors zu einem Gesamtbild zusammen.

  • Oberflächenprüfung
  • Anwendung

    Bauteile mit funktionsrelevanter Mantelfläche, etwa Infusionsstopfen mit Schlitz, metallische Teile mit Einschnitten und gerollte Buchsen. Kunde anonymisiert.

  • Prüfaufgabe

    Hochpräzise Defektinspektion an der äußeren und inneren Mantelfläche, dazu Prüfung auf das Vorhandensein spezifischer Merkmale.

  • Sensorik

    Mantelflächensensor mit 6 bis 12 Kameras, im Kreis angeordnet, mit Spiegelumlenkung.

  • Software

    NELA VisionCheck mit der Funktion Abwicklung.

  • Merkmale

    Schlitze, Rillen, Bohrungen, Einschnitte und Einkerbungen, die nicht als Fehler gewertet werden sollen.

Die Prüfteile unserer Kunden unterliegen der Vertraulichkeit. Dieses Anwendungsbeispiel beschreibt deshalb die Prüfaufgabe, die Sensorik und die Auswertung, nennt aber weder das Unternehmen noch die Bauteilbezeichnung.

Einzelbilder je Kamera reichen bei strukturierten Mantelflächen nicht

Die Kameras eines Mantelflächensensors nehmen über eine Spiegelumlenkung jeweils einen Teilbereich der Mantelfläche auf. Bisher ließen sich nur diese Einzelbilder auswerten.

Bei Teilen mit Schlitzen, Rillen oder Einkerbungen liegen die Prüfzonen dann nie zuverlässig an derselben Bezugskante. Gewollte Konturen werden als Fehler gewertet, der Pseudoausschuss steigt.

Das Ziel: Prüfzonen, die auch bei beliebiger Bauteillage an derselben Bezugskante liegen.

Erzeugt Ihre Oberflächenprüfung zu viel Pseudoausschuss?

Schicken Sie uns Ihre Prüfteile zur Machbarkeitsprüfung. Wir sagen Ihnen, ob sich Ihre Merkmale sicher von Fehlern trennen lassen.

Die Abwicklung setzt die Teilbereiche zusammen

Die 6 bis 12 Kameras nehmen ihre Teilbereiche mit geringfügiger Überlappung auf. Die Abwicklung fügt diese Aufnahmen zu einem Gesamtbild der Mantelfläche zusammen. Das ermöglicht eine vollumfängliche 360-Grad-Inspektion der inneren und äußeren Mantelflächen.

Prüfzonen an gleichbleibenden Bezugskanten

Im Gesamtbild lassen sich die Prüfzonen immer an dieselbe Bezugskante anlegen. Teile werden bei beliebiger Bauteillage sicher nachgeführt.

Merkmale werden nicht zu Fehlern

Schlitze, Rillen, Bohrungen, Einschnitte und Einkerbungen bleiben als gewollte Merkmale erkennbar. Das senkt den Pseudoausschuss.

Auch als Vollständigkeitsprüfung

Die Abwicklung eignet sich ebenso dafür, das Vorhandensein bestimmter Merkmale zu prüfen, etwa ob ein Schlitz oder eine Bohrung überhaupt vorhanden ist.

Innen wie außen

Geprüft werden innere, äußere oder beide Mantelflächen, je nach Aufgabe und Bauteil.

Was die Funktion abdeckt

360

Grad Inspektion

Vollumfängliche Prüfung der inneren und äußeren Mantelflächen.

6 bis 12

Kameras

Im Kreis angeordnet, mit Spiegelumlenkung und geringfügiger Überlappung.

1

Gesamtbild

Statt getrennt auszuwertender Einzelbilder je Kamera.

Typische Bauteile sind Infusionsstopfen mit Schlitz für medizinische Zwecke, metallische Bauteile mit Einschnitten und Einkerbungen sowie gerollte Buchsen, deren Mantelflächen durchgängig auf Oberflächenfehler geprüft werden müssen.

Gemeinsam ist ihnen, dass die Mantelfläche eine Funktion erfüllt, etwa das Abdichten, und dabei Merkmale trägt, die kein Fehler sind.

Eingesetzte Systeme und passende Leistungen

Prüf- und Sortiersysteme

Glasteller-, Band- und Rundtaktsysteme für die 100-%-Prüfung in der Serienfertigung.

Service und Fernwartung

Wartungspakete, Schulungen und Unterstützung vor Ort oder per Remote Assistance.

Alle Anwendungsbeispiele

Ergebnisse aus Metallverarbeitung, Kunststofftechnik und von Prüfdienstleistern.

Hat Ihr Bauteil eine strukturierte Mantelfläche?

Schicken Sie uns Ihre Prüfteile zur Machbarkeitsprüfung. Wir prüfen, ob sich Ihre Merkmale in der Abwicklung sauber von Fehlern trennen lassen.