Oberflächen­prüfung für Automotive: Null-Fehler-­Ziele brauchen 100-%-­Prüfung

Als Automobilzulieferer werden Sie an PPM-Zielen gemessen, die mit Stichproben nicht erreichbar sind. NELA-Prüfsysteme prüfen Ihre Serienteile vollständig im Produktionstakt: vom Feinschneidteil bis zur Antriebsstrang-Komponente, objektiv bewertet und lückenlos dokumentiert.

Woran Sie gemessen werden

Ihre Kunden fordern Null-Fehler und belegen Abweichungen mit Reklamationskosten, Eskalationsstufen und im Ernstfall mit Auslistung. Gleichzeitig steigen Stückzahlen und Variantenvielfalt, während Fachkräfte für die Sichtprüfung fehlen. Und jedes Teil, das trotz Kontrolle durchrutscht, trägt Ihr Logo bis ins Fahrzeug: mit Haftungs- und Rückrufrisiko über die gesamte Lieferkette.

Bei automobiltypischen Losgrößen schafft eine Sichtprüfung eine Stichprobe zu Schichtbeginn und eine zum Schichtende. Die Teile dazwischen gehen ungeprüft in die Lieferung, und aus dieser Menge kommen die Reklamationen zurück.

Für Techniker: Die IATF 16949 verlangt beherrschte Prozesse und Nachweise zur Produktkonformität, schreibt aber keine Prüfmethode vor. Entscheidend ist, dass die Bewertungskriterien dokumentiert und abgenommen sind.

Jedes Teil geprüft, bevor es zum OEM geht

Die automatische optische Inspektion von NELA prüft vollständig statt stichprobenartig: jedes Teil, jede definierte Fläche.

  • Ein Grenzwert für jede Schicht

    Die Bewertungsgrenzen werden an Ihren Grenzmustern abgenommen und liegen dokumentiert vor. Die Frühschicht bewertet damit genauso wie die Nachtschicht.

  • Ausgelegt auf automobiltypische Losgrößen

    Bis zu 100.000 Teile pro Stunde, je nach System und Bauteil.

  • Ausgeschleust vor der Montage

    Fehlerteile verlassen die Linie, bevor sie in eine Baugruppe oder in eine Lieferung zum OEM gelangen.

  • Teilebezogen belegt

    Bild, Messwert und Zeitstempel je Teil. Im Reklamationsfall geht es damit um das eine Teil und nicht um die ganze Schicht.

Ein abgenommener Grenzwert nimmt dem Prüfer die Entscheidung im Zweifelsfall ab. Gutteile bleiben dadurch im Prozess, und bei automobiltypischen Stückzahlen macht das im Jahr einen messbaren Unterschied.

Prüflösung anfragen

Typische Prüfaufgaben in der Automobil­­industrie

Oberflächenprüfung auf Kratzer, Riefen, Schlagstellen und Rost an Dreh-, Stanz- und Umformteilen

Graterkennung an Feinschneid- und Stanzteilen, inklusive Stanzeinzugserkennung

Geometrie- und Maßhaltigkeitsprüfung an Antriebsstrang-Komponenten wie Synchronringen und Zahnrädern

Rissprüfung mit Optik als Leitverfahren, bei Bedarf mit integrierter Wirbelstromprüfung im selben Takt

Vollständigkeits- und Lageprüfung, auch bei vermischten oder spiegelverkehrten Teilen

So prüft NELA Automotive-Teile

Beleuchtung, Sensorik und Auswertesoftware kommen bei NELA aus einem Haus und werden auf Ihr Bauteil abgestimmt: Dunkelfeldbeleuchtung für Kratzer und Grate, Mantelflächensensorik für rotationssymmetrische Teile in 360 Grad, Maßhaltigkeitssensorik für die dimensionale Prüfung im selben Durchlauf. Je nach Teil und Durchsatz laufen Ihre Teile auf Glastellersystemen wie TAVI, Rutschensystemen wie SKIVI oder getakteten Systemen wie ROVI.

Bei wechselnden Teilen lernen Sie neue Bauteile mit VisionCheckAI ohne Programmierkenntnisse ein. Die KI läuft lokal in Ihrem Haus: Ihre Bauteildaten bleiben vertraulich.

Schon gewusst? Eine Stanzeinzugserkennung unterscheidet die Seitenlage jedes Teils automatisch und wählt das passende Prüfprogramm. Das macht die lagerichtige Zuführung überflüssig und findet selbst spiegelverkehrt vermischte Feinstanzteile, ein typisches Risiko bei symmetrischen Automobilteilen.

Bauteile, die wir für Automotive prüfen

  • Feinschneid- und Stanzteile, auch beschichtet
  • Antriebsstrang-Komponenten wie Synchronringe, Zahnräder und Buchsen
  • Verbindungselemente wie Schrauben, Muttern und Scheiben
  • Dreh- und Frästeile aus Stahl, Edelstahl und Aluminium
  • Elastomer-Dichtungen und O-Ringe für Motor und Getriebe

Erfahrung, die in Ihre Prüflösung einfließt

Der Feinschneidspezialist HAGO Feinwerktechnik prüft hochwertige Stanzteile für die Automobilindustrie auf einem NELA-Doppelglastellersystem TAVI.02. Geprüft wird die Oberfläche von allen Seiten und die Maßhaltigkeit mit einer Reproduzierbarkeit von ± 10 µm. Ein anderes Prüfteil ist in rund 10 Minuten eingerichtet.

  • Maximale Prozessruhe
  • Hoher Durchsatz

Glastellersystem (TAVI)

Ideal, wenn Sie sehr hohe Prüfanforderungen haben und dabei extrem stabil und sehr schnell prüfen wollen.

  • Hoher Durchsatz
  • Lange Autonomiezeit

Glasrutschensysteme (SKIVI)

Ideal für die optische Inspektion von länglichen, zylindrischen Serienteilen, die kontinuierlich geprüft und zuverlässig sortiert werden müssen.

  • Präzises Handling
  • Höchste Detailtiefe

Getaktete Systeme, Handlingsysteme (ROVI)

Für komplexe Teile, besonders anspruchsvolle Prüfstellen oder Situationen, in denen das Bauteil gezielt positioniert oder sogar verformt werden muss (z. B. elastische Teile).

  • Schnelle Integration
  • Klare Schnittstellen

Smart Sensorik

Die kompakten Sensoreinheiten aus Kamera und abgestimmter Beleuchtung lassen sich über gängige Standardschnittstellen in Ihr System integrieren und liefern sofort verwertbare Prüfergebnisse.

  • Prüfprogrammbasierte Logik
  • Modular

VisionCheck

VisionCheck ermöglicht den Aufbau individueller Prüfprogramme, reduziert Pseudoausschuss durch adaptive Oberflächenalgorithmen und integriert sich nahtlos in bestehende optische Prüfanlagen.

  • KI-basierte Logik
  • Retrofit-fähig

VisionCheckAI

Die VisionCheck.AI ergänzt klassische Bildverarbeitung um eine leistungsstarke KI-Komponente, erkennt feinste Defekte zuverlässig und lässt sich ohne Programmierkenntnisse für neue Bauteile einlernen.

Welches Merkmal reklamiert Ihr Kunde?

Nennen Sie uns die Fehlerklasse und Ihr PPM-Ziel. Wir sagen Ihnen, ob sich das Merkmal optisch sicher trennen lässt und mit welcher Reproduzierbarkeit.